Mehr Zeit für Patienten im Marienhospital Bottrop

Eckdaten

Brache:Gesundheitswesen

Standort: Bottrop, Deutschland

Mitarbeiter: 780

Betten: 358

Herausforderungen

  • Kompliziertes und langwieriges An- und Abmeldeverfahren
  • Unbefugter Zugriff auf sensible Patientendaten

Ergebnisse

  • Schneller und sicherer Zugriff auf Daten und Anwendungen an allen Workstations
  • Automatische Abmeldung nach gewisser Inaktivität
  • Zeiteinsparung und gesetzeskonformer Datenschutz
  • Nutzerspezifische Zugangsberechtigung zu sensiblen Daten
  • Einfache Nachvollziehbarkeit aller System-Logins
Die Herausforderung

Das Marienhospital der kreisfreien Großstadt Bottrop im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen ist mit 358 Betten ausgestattet und beschäftigt 780 Mitarbeiter, die auf schnellen und unkomplizierten Zugriff auf Krankenhausdaten während der täglichen Visiten und Routinen angewiesen sind. Ob Arzt oder Krankenschwester, es ist von entscheidender Bedeutung, dass Patienteninformationen auf dem aktuellsten Stand sind, damit der Patient bestmöglich behandelt werden kann. Eine einfache Bedienung der Systeme ist daher wichtig, aber in der Regel ist die Anmeldung auf den Desktops mit einem „Zwei-Finger-Suchsystem“ zu bewältigen, die einen Benutzernamen und ein Passwort erfordern. Diese Prozedur nimmt wertvolle Zeit in Anspruch, so dass das Krankenhauspersonal täglich mehr als zehn Minuten mit dem An- und Abmelden vom System verbringt.

Zur Vereinfachung des Logins und der Abschaffung mehrfacher Anmeldung entschied das Krankenhaus, nach einer Single Sign-On-Lösung zu suchen. Das Hauptziel war, die Zeit zu sparen, die Ärzte und Pflegepersonal bisher mit dem komplizierten An- und Abmeldeverfahren verbracht haben und die bei der Fürsorge für die Patienten fehlte. Basierend auf einer SSO Gartner Studie hat das Krankenhaus drei Anbieter ausgewählt und sie dazu eingeladen, bei einem Proof of Concept (POC) zu zeigen, wie sie dazu beitragen können, die Zeit von Ärzten und Pflegepersonal bei An- und Abmeldung von Desktops einzusparen.

Die Krankenhausverwaltung legte auch Wert auf die Implementierung eines sicheren Verfahrens, womit die Datensätze nur von Ärzten, Krankenschwestern und befugtem Krankenhauspersonal abgerufen werden können, denn der Schutz von Patientendaten hat Priorität. Dazu gehören nicht nur persönliche Informationen, sondern auch medizinische Berichte, die nicht für Chefarzt und Pflegepersonal im gleichen Maße einsehbar sein dürfen.

Die Lösung

Nach den verschiedenen POCs wählte das Krankenhaus Imprivata, weil es die einzige Lösung der drei Konkurrenten war, die alle Anforderungen einschließlich der Zugriffsbeschränkung und der Verwendung mehrerer Passwörter und Logins erfüllen konnte. Die klinischen Arbeitskräfte profitieren vom schnellen und sicheren Zugriff auf elektronische Patientenakten, der von verschiedenen Arbeitsplätzen im gesamten Klinikbereich möglich ist. 

„Das Marienhospital hat Imprivata basierend auf seiner überlegenen Unterstützung der Desktop-Virtualisierung ausgewählt, die mit dem Technologie-Bereich des Krankenhauses simultan arbeitet“, erklärt Olaf Milde, IT-Berater des Krankenhauses. „Wir planen, auf eine virtuelle Desktop-Umgebung (VDI) basierend auf Teradici Samsung Monitoren mit integriertem VDI-Client umzurüsten, die ein vereinfachtes Management sowie eine erhebliche Reduzierung des Stromverbrauchs bietet. Die VDI-Umgebung mit Imprivata gekoppelt wird dafür sorgen, dass Ärzte sich nur einmal am Desktop anmelden müssen und in der Lage sind, von jedem Arbeitsplatz im Krankenhaus auf die Daten zuzugreifen. Damit wird auch die Anmeldung per Fingerprint möglich sein und ein behandelnder Arzt kann beispielsweise eine Röntgenanweisung, die von der Krankenschwester in die Patientenakte eingetragen worden ist, sofort durch das erleichterte und zeitsparende Anmeldeverfahren bestätigen.“

Imprivatas Fähigkeit, verschiedene Authentifizierungs-Modalitäten zu unterstützen, ermöglicht dem Marienhospital, Passwörter im Rahmen des Single Sign-On-Verfahrens durch einen sicheren biometrischen Fingerabdruck zu ersetzen. Statt der Eingabe eines Passworts oder des Durchziehens einer Karte müssen Mitarbeiter zukünftig nur ihren Fingerabdruck scannen, um auf Patienteninformationen und Anwendungen zugreifen zu können. Gekoppelt mit der Imprivata-Lösung, die die Fingerabdrücke speichert, sorgt die neue Infrastruktur dafür, dass nur diejenigen mit Genehmigung auf sensible Patientendaten zugreifen können. Außerdem schließt sich die Benutzeransicht nach kurzer Zeit bei Nichtbenutzung.

„Die neue Lösung wurde sehr schnell und sehr einfach umgesetzt“, so Olaf Milde. „Die erste Aufgabe war es, jeden Mitarbeiter für die neue Benutzeroberfläche zu schulen und den Zugang zu gewährleisten, so dass das neue System problemlos benutzt werden konnte. Um die Kliniker davon zu überzeugen war es wichtig, dass sowohl sie als auch ihre Patienten von der neuen Technologie profitieren.“

Der Rollout des gesamten Systems wurde schrittweise durchgeführt, nach und nach für jede Abteilung und alle Benutzer, und benötigte insgesamt 3,5 Tage für die Montage. Die Installation läuft nun erfolgreich seit 2011.

Die Ergebnisse

Imprivata ermöglicht somit den schnellen und sicheren Zugriff auf Daten und Anwendungen des Krankenhauses an jedem Zugangspunkt, an dem sich das Personal in der Klinik befindet. 

Im Vergleich zu vorher spart das Marienhospital Bottrop mit Imprivata ganze zehn Minuten pro Tag und Mitarbeiter - insgesamt kostbare Zeit für jeden Kliniker, um sich auf wirklich wichtige Dinge konzentrieren zu können. Um die Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen, schließt sich die Benutzeroberfläche nach einer kurzen Zeit der Nichtbenutzung selbstständig: Am Entrance-Desk, wo Krankenschwestern Patientendaten im Vorbeigehen aktualisieren, wird das System automatisch nach fünf Minuten geschlossen. Im besser abgeschotteten Ärztezimmer schließt die Ansicht automatisch nach zehn Minuten.

Durch die Imprivata-Implementierung kann das Krankenhaus auch nachvollziehen, wer auf welche Informationen zugreift. Durch einen von Imprivata erzeugten Bericht kann das Krankenhaus jederzeit nachvollziehen, welcher Mitarbeiter sich zu welchem Zeitpunkt in das System eingeloggt hat. Um die Umstellung auf das neue System abzuschließen,  wurden alle Mitarbeiter-PCs entfernt und mit einem Bildschirm und drahtloser Tastatur ersetzt.

„Mit der Lösung von Imprivata sparen wir wertvolle Zeit, da der langwierige und zeitraubende Login-Prozess nicht mehr benötigt wird. Am wichtigsten ist, dass die Daten geschützt sind und der Zugang viel besser geregelt werden kann“, resümiert Olaf Milde.

 

 

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